Der Große Preis von Deutschland

Der Große Preis von Deutschland im Motorradsport ist einer der ältesten deutschen Motorsportwettbewerbe überhaupt. Er fand erstmals 1925 auf der Berliner Avus statt, einer der traditonsreichsten Mmotorcyclingotosportorte des Landes. Später wurde er auch auf dem Sachsenring und dem Nürburgring ausgetragen. In den 50er Jahren hatte der Motorradsport einen leichten Einbruch, vor allem, weil es immer weniger Hersteller gab, seit dem Autos für alle bezahlbar geworden waren. Nur BMW überlebte als Hersteller aus Deutschland. Seit 1951 findet der Große Preis von Deutschland jährlich statt und wechselt die Austragungsorte immer wieder. So wurde auch ein Rennen auf dem Hockenheimring gefahren, auf dem Schottenring oder in Stuttgart. Seit 1998 ist der Sachsenring das Zuhause und die Veranstaltung verzeichnet jährlich wachsende Zuschauerzahlen. Der Große Preis von Deutschland ist mit etwa 230.000 Rennfans eine der am bestbesuchten Motorsportveranstaltungen in Deutschland. Er ist Teil des MotoGP, der Motorrad-Weltmeisterschaft. Teilweise war er auch Teil der Europameisterschaft, die es aber heute nicht mehr gibt.

Gefahren wird heute in drei Klassen: Der 250, 350 und 500 Kubikmeterklasse. Der erste Sieger des Deutschland GP war übrigens Paul Kozal auf einer 1-Liter- Mabeco. Erich Tennigkeit gewann in der 750er-Kategorie und Paul Köppen auf einer 500er BMW. Nach 1970 gewann nur einmal ein Deutscher die Königsklasse, nämlich Edmund Czihak. Das Rennen im Jahr 1974 wurde aber wegen Sicherheitsmängeln von internationalen Fahrern boykottiert. Besser sind übrigens die Gespannfahrer: Schwärzel/Huber siegten 1976 und 1978 auf der Nordschleife des Nürburgrings, Schwärzel/Buck 1985 auf dem Hockenheimring und Bohnhorst/Hiller 1991 ebenfalls in Hockenheim. Einer der bekanntesten deutschen Fahrer ist Anton (Toni) Mang der 1980, 1981 und 1987 in der 250er Klasse beim Großen Preis von Deutschland siegte. Er wurde 1987 auch Weltmeister in der 250er Klasse. 1981 kam er auch in der 350er Klasse als erster durchs Ziel.

Heute werden auf dem Sachsenring 30 Runden gefahren, insgesamt müssen die Motorradsportler 11 Kilometer zurücklegen. Mit recht vielen Kurven ist es einer der langsameren Wettbewerbe im Rennkalender.